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Kurz nach der Jahrtausendwende sorgte eine Innovation im Wortsinn für Wirbel: die Stir Bar Sorptive Extraction (SBSE) mit dem GERSTEL-Twister. Unter dem Titel: „Twister sucht Gift“ berichtet die Bild Zeitung über die Entwicklung. Hierbei handelt es sich vereinfacht ausgedrückt um ein Rührstäbchen für Magnetrührer, das mit Polydimethylsiloxan (PDMS) als Sorptionsschicht ummantelt ist; GERSTEL hält das Patent, mittlerweile eines von weit über 100. In die wässrige Probe gegeben, extrahiert der Twister die unpolarer Inhaltstoffe reproduzierbar, während er die Flüssigkeit durchmischt. Anschließend wird das Rührstäbchen entnommen, trockengetupf und desorbiert. „Der Twister lässt einsetzen zum Nachweis von Pestiziden von Obst und Gemüse ebenso wie zur Bestimmung von Geruchsverursachen im Trinkwasser und ist dabei bis zu 1000-fach empfindlicher als die SPME“, schildern Eberhard G. Gerstel und Holger Gerstel.
Der große Anklang, den der Twister in Fachkreisen findet, forciert nicht nur den Bekanntheitsgrad des Unternehmens, sondern auch die Entwicklung einer Automatisierung des SBSE, die in der Kombination von MPS und der ThermalDesorptionUnit TDU im Jahr 2001 auf den Markt kommt. GERSTEL hatte zum gegenwärtigen Zeitpunkt bereits rund 70 Mitarbeiter, war in weit mehr als 60 Ländern der Erde durch Distributoren vertreten und gründete in der Schweiz die GERSTEL AG. Das Unternehmen entsandte einen Mitarbeiter nach Japan, der den dortigen Distributor unterstützte und gleichzeitig den Weg ebnen sollte für die Gründung der GERSTEL K.K., die im Jahre 2004 erfolgte.
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