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GERSTEL
1973 – Gaschromatographie als neues Betätigungsfeld
Trenntechniken spielten seit mehr als 100 Jahren eine entscheidende Rolle in der chemischen Analytik. Will man flüchtige Verbindungen, Schad-, Duft- oder Aromastoffe etwa, untersuchen und nach Art und Menge exakt bestimmen, muss man sie separieren. Die Gaschromatographie, 1940 von den englischen Forschern und Nobelpreisträgern Archer John Porter Martin und Richard Laurence Millington Synge entwickelt, erwies sich als wichtiges Instrument.

Mitte der 1970er-Jahre. Gängige Gaschromatographen leisteten Erstaunliches. Dennoch haftete ihnen ein gravierender Schönheitsfehler an: „Die Säulenanschlüsse wa-ren alles andere als dicht, was sich negativ auf das Analysenergebnis auswirkte“, erklären Eberhard G. Gerstel und Holger Gerstel, die geschäftsführende Gesellschafter der GERSTEL GmbH & Co. KG. Das Unternehmen nahm sich der Sache an und entwickelte mit der so genannten GRAPHPACK-Technik ein patentiertes Dichtungssystem, das noch heute auf einfache Weise die Herstellung dichter Anschlüsse und Verbindungen zweier oder mehrerer GC-Kapillarsäulen ermöglicht.